Begardenhof

Dezember 2013

Wir sind beide recht anglophil veranlagt - zumindest was Land, Leute und die Hightea-Tradition betrifft. Kulinarisch gesehen ist noch vieles dort entwicklungsbedürftig - auch wenn man das pauschal nicht immer sagen kann...

Vor allem frischgebackene Scones mit echter Clotted Cream (wobei uns die cornische Variante noch einen Ticken besser gefällt als die auch hier mittlerweile erwerbbare aus Devon) und Jam haben es uns angetan!

Hierzulande findet man leider nicht so viele gastronomischen Betriebe, die diese Tradition so richtig authentisch umsetzen und diese tollen englischen "Teebrötchen" so wirklich lecker hinbekommen. 

In München haben wir die Teatime schon einmal sehr ähnlich wie in einem der originalen "English Tea Rooms" erlebt:

im "The Victorian House" in der Nähe des Viktualienmarktes haben wir unsere Scones mit Clotted Cream und einem wirklich leckeren Assam und Earl Grey genossen.

Hier in Köln habe ich lange danach gesucht und bin auch fündig geworden. Größere Hotelgastronomien bieten den "High Tea" gerne mal als "Specialevent" oder festen "Programmpunkt" an - so wie z.B. das Le Meridien/Hotel am Dom (was ja nun über längere Zeit renoviert wird und daher erstmal geschlossen ist), das Savoy Hotel und das Excelsior Hotel Ernst.

Aber auch in Köln-Rodenkirchen gibt es im Begardenhof regelmässig einen "High Tea".

Und dort waren wir zu viert vor längerer Zeit (Winter 2013) einmal, um uns anzuschauen, was denn dort so zu diesem Thema geboten wird...

Das Ambiente des Begardenhof ist eher bieder und wirkt ein bißchen wie eine Kantine in Pastelltönen - besitzt aber nicht das gemütlich-geblümte Flair eines echten britischen Tearooms.

Was uns in Großbritannien so gut gefällt, ist, dass egal wohin man geht, ob ins Pub oder in den Tearoom: hier sitzen alle Generationen einträchtig beisammen und fühlen sich gleichermaßen wohl.

Im Begardenhof zieht das Ambiente augenscheinlich nur entsprechend älteres Publikum an. Wir fühlen uns nicht so wirklich wohl.

Der "High Tea" im Begardenhof beinhaltet für 19,50 € pro Person:

- einen Sekt bzw. Prosecco (war leider recht süß und zu warm...)

- eine Etagère (für 4 Personen) mit folgendem Inhalt: die typischen Gurken- und Lachs-Sandwiches aus ungetoastetem Toast; kleine, süße Backwaren (nicht besonders originelle) und die eben erwähnten "Scones" (hier eine Art etwas härtere, kleine Poffertjes), "Clotted Cream" (hier eher Crème Double) und Marmelade

- und jeweils ein Kännchen Tee (zum selbst aussuchen: Darjeeling, Assam oder Earl Grey)

Die Scones waren für uns hier leider eine Enttäuschung und sahen eher wie niederländische Poffertjes aus, die auch vom Geschmack nicht im Ansatz vergleichbar mit echten Scones waren. Schade!!!

Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist nicht wirklich ausgewogen - vor allem wenn man mit 4 Personen nur 1 Etagère bekommt, die auch nur einmal mit einer handvoll kleinster Scones-Poffertjes wieder aufgefüllt wurde.

Unser Fazit: 

Wir müssen in Köln weiterhin auf der Suche nach einem wirklich guten "High Tea" bleiben...

Zu den anderen Angeboten im Begardenhof können wir nichts sagen. Die mögen eventuell ganz toll sein.

Aber für uns steht fest: wenn man schon den "High Tea" anbietet, dann bitte wirklich nah am Original  - sonst besser gar nicht!

 

Hotel Begardenhof

Brückenstraße 41

50996 Köln

Tel:  +49 (0)221 985471-0

Fax:  +49 (0)221 985471-13009

http://www.begardenhof.de

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