Wohnzimmerdinner

 

Februar 2014

Wir waren wieder mal in einem privaten Esszimmer einer sympathischen Gastgeberin eingeladen, die wir bis gestern noch nicht kannten.

5 weitere Gäste außer uns und der Gastgeberin selbst waren anwesend und wir staunten nicht schlecht, dass es diesmal tatsächlich einen Männerüberhang gab und die Gruppe aus ungefähr Gleichaltrigen (+ / -) bestand. Schon einmal vorab sei erwähnt, dass wir wieder einmal mehr einen tollen Abend mit guten Gesprächen, nettem Essen und süffigen Getränken hatten.

Unser Weg war nicht weit, denn wir konnten in unserem Veedel Sülz bleiben.

Unsere Gastgeberin hat in ihrem wahren Leben einen arbeitsintensiven und anstrengenden Beruf und sucht ihren Ausgleich seit etwa einem Jahr, indem sie weitestgehend unbekannte Leute fast jeden Monat (so wie es ihre Zeit zulässt) einmal zu sich einlädt, bekocht und bewirtet, um selbst gesellige und abwechslungsreiche Abende zu erleben und neue Menschen kennenzulernen, deren privaten und beruflichen Alltag sie noch nicht kennt. Zu diesem Zwecke isst unsere Gastgeberin auch immer mit, denn nur so bekommt sie wirklich etwas von ihren Gästen mit und umgekehrt. Wir finden das prima!

Zu ihrem "Wohnzimmerdinner" inspirierte sie ein eigener Besuch bei Marinos vom Kouzina Marina, über den wir hier in dieser Kategorie auch schon berichtet haben.

Gestern Abend wurden wir also zunächst sehr nett mit einem selbstgemixten Apéritif-Cocktail auf Gin-, Gurken- und Ingwer-Basis empfangen.

Nach und nach kamen auch die anderen Gäste:

eine Controllerin aus Ehrenfeld, ein Software-Entwickler aus Sinzig und ein Inhaber einer Firma für Firmen-Kommunikationslösungen auf IT-Basis (ich hoffe, ich habe es annähernd richtig beschreiben können) aus der Nähe von Siegburg kamen alleine und ein Architekt und ein Inhaber einer Werbeagentur, die gerade zusammen ein Häuschen in Ehrenfeld erworben und umgebaut haben, vervollständigten unsere kommunikationsstarke Runde.

Wir hatten viel Spaß und der Gesprächsstoff ging nicht aus. Unserer Gastgeberin war die Unterhaltung streckenweise ein bißchen zu "Kulinarik"-lastig, obwohl wir uns natürlich bei ihr zum gemeinsamen Essen und Trinken trafen und auch sie dieser Thematik gegenüber nicht ganz abgeneigt sein dürfte :-). 

Wir setzten uns an den hübsch mit Blümchen und Teelichtern eingedeckten Tisch, auf welchem schon ein paar Schälchen mit Dipp, eingelegten Feta-Würfelchen und Oliven auf einem dekorativen Holzbrettchen mit einem mit Brot gefüllten Körbchen auf uns warteten.

Die Weine, das Wasser und Gläser standen auf einem Sideboard für uns bereit. Es gab eine leckere Riesling-Chardonnay-Cuvée und einen harmonischen spanischen Reserva aus dem Valdepenas-Gebiet.

Unsere Gastgeberin servierte uns den ersten Gang von 4 Gängen: eine Petersilienwurzelsuppe mit Sanddorn und Kürbiskernen in einem Weckgläschen ohne Deckel. Ein guter Beginn.

Der zweite Gang war hübsch anzusehen und hat sehr gut gemundet: Crostini-Türmchen mit Ziegenkäse, Rucola und hausgemachtem Pflaumen-Chutney.

Die Crostini bestanden aus einem leckeren, gerösteten Schwarzbrot mit Haselnüssen, welches rund ausgestochen war. Der Ziegenkäse harmonierte toll mit dem selbstgemachten Pflaumenchutney. Lecker!

Nach einer längeren Pause, in der wir uns sehr gut unterhalten haben, ging es mit dem Hauptgericht weiter, für welches unsere Gastgeberin das erste Mal mit der "Bratschlauch"-Garmethode experimentierte: Gedämpfter Seefisch mit Erbsengemüse in Ingwer-Limetten-Butter.

Es gab ein Steinbeißer-Filet mit Erbsen und Zuckerschötchen, welches durch die Würzbutter mit Ingwer, roten Chilis und Limette leicht aromatisiert war.

Spät am Abend gab es dann auch noch das Dessert: Gewürzige Brioche-Quark-Nockerl mit Zitrusfrüchten. Ein runder Abschluss.

Ach ja - einen Digestif gab es auch noch: wir hatten die Qual der Wahl zwischen einem Apfelbrand aus dem Neuen Land (unsere Gastgeberin ist Apfelbaum-Patin dort), einem eisgekühlten Kümmel direkt aus dem Eisfach, einem Grappa und einem Original Ehrenfelder Kräuterlikör (eines der Gastgeschenke).

Am Ende des tollen Abends ging übrigens ein Schächtelchen herum, in welches jeder der Anwesenden das Geld hineingeben sollte, was ihm das Essen und Trinken und der Abend wert gewesen ist. Aus diesen Spenden finanziert die Gastgebrin dann das nächste Wohnzimmerdinner.

Unser Fazit:

Wir hatten mal wieder einen verdammt lustigen, kulinarischen Abend mit bislang vollkommen unbekannten Leuten, die wir alle ein wenig in unser Herz geschlossen haben. Solche Abende bereichern uns immer wieder und wir möchten ein klein wenig Botschafter spielen für diese wunderbare Form von Geselligkeit :-) Probiert es doch unbedingt selbst mal aus!!! 

 

Kontakt zur Gastgeberin des Wohnzimmerdinners in Köln-Sülz:

http://wohnzimmerdinner.wordpress.com/

 

 

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