HÖHNs Biergarten

 

Juli 2013

Wir kennen den Gastronomiebetrieb der Höhns bereits von der Alteburgerstr. in der Südstadt (siehe hier Kritik zu Höhns Dombrasserie) und sind seitdem angetan von Herrn Höhns zwar gehobener jedoch gleichzeitig auch wohltuend bodenständiger, regionaler und gutbürgerlicher Küche und Frau Höhns Händchen für guten Wein.

Bevor sie der gastronomische Weg kurzzeitig mitten in die südliche Innenstadt Kölns geführt hatte, haben sie -so wie man lesen konnte- im Kölner Süden bereits jahrelang ihr Restaurant sehr erfolgreich geführt.

Nun sind sie mit ihrem Restaurant schon seit einigen Monaten wieder ein Stück weit näher in ihre "alte Heimat" zurückgezogen und haben somit nun neben den Restauranträumlichkeiten auch einen Biergarten in Marienburg zu bewirtschaften.

Wir nutzten gestern das endlich tolle Sommerwetter um einen "kleinen" Spaziergang von Sülz nach Marienburg zu unternehmen und trafen bereits um kurz nach 17 Uhr im Biergarten der Höhns ein.

Außer einem älteren Ehepaar und kurz nach uns einem jüngeren Paar samt Freund waren um diese Uhrzeit noch keine weiteren Gäste da.

Dies änderte sich im Laufe unserer Anwesenheit etwas, jedoch wäre unserer Meinung nach für einen Sonntagabend (und vorallem vor der Tatort-Fernsehzeit;-)) doch noch deutlich Luft nach oben gewesen, was die Vollbesetzung des Biergartens betrifft. Insbesondere bei diesem tollen Wetter...

Wir wurden von der weiblichen Bedienung, die zunächst etwas angestrengt in den Reservierungsplan schaute, dann doch freundlich begrüßt und es war augenscheinlich;-) kein Problem, dass wir nicht reserviert hatten.

Beim Blick in die Karte entdeckten wir zu unserer großen Freude Altbekanntes: das "Ringeltäubchen"-Menü:-). Höhns bieten unter diesem kölschen Namen seit eh und je nämlich ein leckeres 3-Gänge-Menü zum (eigentlich) kleinen Preis an.

Allerdings haben sie mit dem Umzug nach Marienburg auch die Preise deutlich angezogen. Das 3-gängige "Ringeltäubchen" bekam man vorher nämlich für sagenhafte 26,- € (was wirklich immer sehr kostengünstig war, vorallem in Anbetracht der Qualität und der Quantität auf den Tellern), wohingegen es nun in Marienburg mittlerweile 34,- € kostet, was mal eben eine Preissteigerung von fast 30 % bedeutet.

Das Ringeltäubchen der Woche hörte sich jedoch so vielversprechend an, dass wir es dann auch probieren mußten.

Es gab als Vorspeise je 2 kleine Suprêmes von der Wachtel auf Pfifferlingen mit Rahm und Jus. Sehr lecker!

Danach gab es je 2 Tranchen Steinbuttfilet (oder war es doch schwarzer Heilbutt?, Steinbutt ist ein Plattfisch und die Tranchen waren dafür doch recht dick geraten...) mit dicken Bohnen (lecker mit Bohnenkraut abgewürzt), einem krossem Speckstreifen und 3 Kartöffelchen. Das war insgesamt eine gelungene Interpretation von dem typisch rheinisch-kölschen Gericht "Decke Bunne met Speck".

Eine wunderbar cremige Topfenmousse mit marinierten Minze-Erdbeeren rundete dieses leckere Menü sommerlich ab.

Ja, das hat uns schon gefallen:-)

Zu dem Menü tranken wir auch eine Flasche des dazu angebotenen "Ringeltäubchen"-Weins, einem leichten Sommerwein von der Loire aus der Sauvignon Blanc-Traube für 19,50 €, den die Bedienung -wie sie uns erklärte- samt weiterer Mitarbeiter und Küchenchef erstmal suchen mußte, da sie ja so viel Wein haben und es somit etwas unübersichtlich sei. Sie haben unsere Flasche aber dann doch gefunden:-)

Neben dem frischgezapften Reissdorff-Kölsch, was wir als Aperetif genossen haben, ist ein Blick in die gut sortierte Weinkarte hier immer zu empfehlen! Es gibt einige feine Tröpfchen zu entdecken - auch wenn sie manchmal (noch) nicht auf der Karte stehen...

Frau Höhn kam dann irgendwann auch und begrüßte ausschließlich die augenscheinlichen Stammgäste.

Wir können das ab und halten uns nicht für so wichtig, dass man uns hofieren müßte;-)...

Aber dennoch wäre es nett gewesen, wenn die Chefin kurz an jeden Tisch gekommen wäre, um zu fragen, ob man zufrieden ist - oder so...

Das gehört für eine/n Inhaber/in (zumal Frau Höhn noch nicht einmal selbst bedient hat und überhaupt nur recht wenige Tische besetzt waren) doch irgendwie dazu, wenn er/sie in seinem/ihrem Geschäft auftaucht, oder??? Ich glaube, das ist nicht zu viel verlangt...

Und das könnte anderen neuen Gästen, die potentiell ja auch Stammgäste werden könnten, sicherlich auch so gehen... Und gerade im Stadtbezirk 2 tummeln sich doch einige Leutchen mit Geld wie Heu, die wirklich gerne hofiert werden....;-)  Oder sehe ich das falsch?

Unser Fazit:

Es hat uns grundsätzlich in Höhns Biergarten gefallen, weil wir die gute Küche mit guten Grundprodukten zu schätzen wissen.

Aber: Nur gute regionale und saisonale Küche zu gehobenen Preisen anzubieten reicht manchmal leider nicht ganz aus, den Laden zu füllen...

Hier ist noch deutlich Luft nach oben!

Wir drücken den Höhns die Daumen...

 

Bonner Strasse  381
50968 Köln-Marienburg

Telefon (0221) 34 81 293

Homepage: http://www.hoehns-biergarten.de

Öffnungszeiten:

Montag:   Geschlossen
Dienstag-Freitag:   12:00-15:00 Uhr
17:30-24:00 Uhr
Samstag:   17:30-24:00 Uhr
Sonntag:   12:00-24:00 Uhr

Küche mittags bis 14:00 h und abends bis 22:00 

 

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