La Cena

April 2013

Seit über 5 Jahren ist nun Carmen Schuster die Patronin vom La Cena.

Sie hat bei Klaus Kremer, dem Gründer des kleinen Restaurants, noch gelernt und kräftig mitgearbeitet und hat es dann übernommen, als Klaus Kremer sein Kleinod aus gesundheitlichen Gründen leider nicht mehr selbst betreiben konnte.

Wir waren schon lange nicht mehr dort. Also wurde es Zeit, diesem netten kleinen Lokal einen aktuellen Besuch abzustatten.

Letztes Jahr habe ich mitbekommen, dass Carmen Schuster auch einen Mittagstisch (für 12,- € für 2 Gänge inkl. einem Getränk) angeboten hat. Dieser wurde aber nicht so gut angenommen, daher gibt es ihn nicht mehr.

Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es in der Südstadt bereits ein wirklich vielfältiges und gutes Mittagstischangebot gibt, von dem die Leute, die in anderen Stadtbezirken Kölns arbeiten -wie beispielsweise in Nippes- nur träumen können.

Die auch preislich gesehen starke Konkurrenz in der Südstadt machte es dem La Cena dadurch verständlicherweise schwer, im Mittagsgeschäft Fuß zu fassen.

Ich selbst bin beispielsweise ein großer Fan vom L´Apparte (1 Gericht für meistens unter 7,- €, das reicht den meisten Leuten zum Mittag, zumal die Portionen auch recht üppig sind; nicht jeder möchte mittags ein 2-Gänge-Menü essen) aber auch vom Mittagsmenü der Comedia Wagenhalle, welches immer sowohl kreativ als auch lecker zubereitet ist und inklusive einem Getränk für 2 Gänge "Fleisch oder Fisch" 9,50 € oder 2 Gänge "vegetarisch" 8,- € kostet. Auch gibt es dort gerade im Frühling/Sommer die schönste Außengastronomie der Südstadt im großen Innenhof.

Aber zurück zum La Cena und dem gewohnten Abend-Menü-Angebot:

Schon bei der Reservierung wurden wir vom äußerst gutgelaunten und freundlich-redseligen Servicemann gefragt, ob wir irgendwelche Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Allergien oder Abneigungen hätten, worauf sie im Menü eingehen sollten. Dies dürfte eine Beruhigung für diejenigen von Euch sein, denen es so geht, dass sie vielleicht nicht alles essen dürfen oder auch nicht essen möchten!!!

Das Konzept des La Cena, welches damals von Klaus Kremer entwickelt wurde, wird immernoch beibehalten.

Es werden nach einem "stuzzichino" (Appetithäppchen), welches bei unsaus 2 kleinen Scheibchen Wurst (Wildschweinsalami und Coppa) und 1 Kapernapfel bestand, nur ein einziges Menü am Abend in 7 Gängen für mittlerweile 42,- € serviert:

3 kleine Vorspeisen, 1 Pasta/Gnocchi/Risotto-Gericht, 1 Hauptspeise (aus 3 verschiedenen Angeboten -2 x Fleisch oder 1 x Fisch- wählbar, die Köchin/der Koch kommen vor dem Servieren des Pastaganges an den Tisch und fragen nach), ein Stückchen Ziegenfrischkäse mit dem hauseigene nach piemonteser Art selbst 1 x jährlich angesetzten Mostarda d´uva (Traubenmost von der Ahr mit Kürbis, div. Nüssen, etc. versetzt - sehr schmackhaft!) und unterschiedlichen Desserts pro Tisch

Es handelt sich hierbei um norditalienische, recht einfache, schlichte Gerichte (häufig Originalgerichte aus dem Piemont), deren gute Grundprodukte für sich selbst stehen sollen und die aus meist nicht mehr als 3 Komponenten zusammengesetzt sind.

Es werden sehr kleine Portionen gereicht, sodass man nach dem Genuß dieser 7 Gänge auch kein übermäßiges Völlegefühl hat.

Andere Leute könnten aber vielleicht der Meinung sein, dass sie davon -wenn es kein Brot geben würde- nicht wirklich sattwerden würden...

Das feste Menü wird in der Regel alle 4-6 Wochen geändert.

Als wir dort waren gab es:

Den Gruß aus der Küche

1. Vitello tonnato mit Thunfischmayonaise

2. Vongole (Herzmuscheln) mit apulischem Olivenöl an Salat und Salicornes (grüne Algen)

3. piemontesische Weizen-Gemüse-Suppe

4. hausgemachte Gnocchi in Salbeibutter, Parmiggiano wurde extra gereicht

5. zur Auswahl standen: Kaninchenkeule, 3 Lamm-Chops mit Polentawürfeln (1 x) und 2 kleine Rotbarbenfilets mit frischen gebratenen Artischockenherzen (1 x)

6. Ziegenfrischkäse mit Mustarda d´uva

7. 1 x Créme Brulée und 1 x Milchreiscréme mit Rosinen und Pinienkernen

Das Essen war gut zubereitet.... Aber.....

Uns fehlten leider einfach irgendwie die Highlights in diesem Menü - das, was uns zum Schwärmen bringt.... Wie es zum Beispiel früher war: bei dem absolut frischen rohen Kaisergranat, der einfach nur pur mit bestem apulischem Olivenöl serviert wurde. Wir denken auch noch an das geröstete Brot mit dem tollen Lardo, den wir damals noch nicht kannten,  oder herbstlich-saisonal an die frischen Steinpilzkappen aus dem Ofen, die uns schon beim Lesen den Mund wässrig machen.... hmmmm..... Was haben wir früher geschwelgt!!!

Wir würden uns einfach sehr freuen, wenn die nächste Karte nochmal ein paar dieser Highlights hätte!!! Und ich denke, andere Gäste, die noch das alte La Cena kannten, werden uns hier zustimmen!!!

Wir entschieden uns an diesem Abend auch für die große Weinbegleitung, sprich für 6 Gläser Wein (0,1 l) und einen Espresso, für 30,- € pro Person.

Die Weinauswahl war ein Traum und wir können sie für Weinbegeisterte wirklich warmen Herzens weiterempfehlen!!!

Wir hatten je ein Glas:

Weißburgunder (St. Michael Eppan, "Schulthausen", Südtirol)

Vermentino (Magliano "Pagliatura", Toskana/Maremma)

Trebbiano di Lugana (Montresor, "Gran Guardia", Venetien)

Barbera del Monferrato (Villa Sparina, "Montej", Piemont)

Garganega (Anselmí, "Capitel Croce", Venetien) (Info für Interessierte am Rande: -qualitativ hochwertiger Wein aus 100% Garganega-Traube ist "im Kommen"- wir waren begeistert!-, meist wird die relativ unanfällige, ertragreiche Traube nicht rein angeboten, sondern in diversen Cuvées verarbeitet...)

Nero d´avola (Morgante, "Vendemmia", Sizilien)

Corvina/Molinara/Rondinella (Montresor, Capitel della Crosara, "Ripasso", Venetien)

 

Fazit: Wenn das Essen wieder auf der Höhe der Weine, die hier kredenzt werden, angekommen ist, dann würde das La Cena wieder eines der besten gehobenen mediterranen Restaurants hier in Köln werden!!! Wir drücken die Daumen!!!

 

Elsaßstrasse 4

50677 Köln

Tel.: 0221 - 310 44 91

http://www.lacena.de

Öffnungszeiten:

dienstags - samstags ab 19 Uhr
sonntags ab 18 Uhr

an Feiertagen auf Anfrage
montags ab 10 Personen auf Anfrage

 

Geschlossene Veranstaltungen:

 

nach Vereinbarung

 

Außengastronomie:

 

an den warmen Tagen des Jahres gibt es die Möglichkeit draußen zu speisen (8-10 Plätze), bei der Reservierung den Sitzplatz-Wunsch bitte angeben

 

 

 

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ältere Kritik:

Slowfood at it´s best. Das Konzept vom La Cena haben wir zum ersten Mal in München im Broeding (Österreichische Spitzenküche) kennengelernt - und waren total begeistert: nur ein Menü am Abend - mit frischen Spitzenprodukten. Naja, aus Italien kennt man das schon auch: man kommt in ein Restaurant, es gibt keine Karte, der Kellner sagt einem, was es heute gibt und man hat eine begrenzte Auswahl an Antipasti, Risotto, Pasta, Primi Piatti und Secondi Piatti und Dolce. Im La Cena bekommt man ein 7-Gänge-Menü (Amuse Bouche, 3 kleine Vorspeisen, einen Pasta-Gang, die Wahl aus 3 Hauptgerichten eines auszusuchen, Käsegang, Dessert) für mittlerweile 38,- €, was sein Geld wirklich wert ist. Einzig die Preise für die Getränke sind recht hoch, wenn man sich dazu entschliesst, zu jedem Gang den korrespondierenden Wein zu ordern.... Dann kommt pro Person locker nochmal mehr als 38,- € an Getränken dazu (weil man ja auch ein bißchen Wasser und eventuell einen Espresso danach trinkt;-)... Besser ist dann wohl, den Wein gleich flaschenweise zu ordern (auch wenn´s dann nicht zu allen Gängen passt...), jedoch wird das auch nicht ganz billig... Es ist halt was für besondere Abende - ich freue mich schon auf den nächsten Anlass:-)

26.07.2008  Wir waren mal wieder im La Cena und es war wieder sehr lecker: als amuse bouche: Fenchelsalami, Parmaschinken und Kapernapfel. 1. Gang: Salat mit Gorgonzola, Trauben und Pinienkernen, 2. Gang: gefüllte, gehäutete Paprika mit Thunfischmousse, 3. Gang: geeiste, pikante Melonensuppe mit luftgetrocknetem Schinken, 4. Gang: selbstgemachte Tagliatelle mit Champignons und Pfifferlingen, 5. Gang: zur Auswahl: Zander auf der Haut gebraten mit Rote Beete, Täubchen im eigenen Saft mit Polenta und Rinder-Piccata), 6. Gang: Ziegenfrischkäse mit hausgemachtem Traubenmost-Nuss-Mostard, 7. Dessert: Marillenknödel und Lavendel-Pannacotta mit Erdbeersorbet; getrunken haben wir eine gute Flasche Sauvignion Blanc aus dem Friaul. Man kann sich im übrigen auch hier auf die sehr guten Weinempfehlungen verlassen. Fazit: es war mal wieder sehr schön und wir würden uns nichtsdestotrotz freuen, wenn es nochmal etwas außergewöhnlichere Sachen, wie z.B. den rohen Kaisergranat mit bestem Olivenöl beträufelt, Bruschetta mit Lardo oder Steinpilzkappen aus dem Ofen gäbe.

Elsaßstrasse 4

50677 Köln

Tel.: 0221 - 310 44 91

http://www.lacena.de

Öffnungszeiten:

Sonntag Ruhetag, Montag & Feiertag auf Anfrage geöffnet.

Mittagstisch nach Absprache.

Aktuell sind 21 Gäste und keine Mitglieder online

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