Wein am Rhein

März 2013

Wir haben uns mal wieder einen schönen Abend im Wein am Rhein gegönnt.

Am Ambiente hat sich nichts geändert (siehe ältere Kritik unten). Der Service ist nach wie vor umsichtig, freundlich und was die Weinfrage angeht durchaus kompetent. Der Geschäftsführer Werner Bouhs war ebenfalls anwesend.

Neben ein paar Wenigen waren wir quasi die ersten Gäste an diesem Samstagabend gegen 18.30 Uhr. Im Laufe des Abends füllte sich das Restaurant aber stetig.

Wir hatten uns zu Hause schon etwas mit der aktuellen Speise- und Weinkarte auseinandergesetzt und freuten uns also auf Folgendes:

Vorspeisen:

Rindertartar / Pommes Frites / Ketchup & Mayonnaise (19,80 €)  -> überzeugte nicht zu 100 %, war aber durchaus schmackhaft

Gelbschwanzmakrelen-Sashimi / Algen / Papaya / Glasnudelsalat (19,60 €) -> ein wunderbares Farbenspiel auf dem Teller, eine fein abgestimmte Geschmackskomposition auf der Zunge

Hauptgerichte:

Polarmeer-Saibling / Krustentier-Zitronenemulsion / Schmelzkartoffeln (24,- €) -> ich wurde doch tatsächlich gefragt, ob es auch okay sei, dass der Fisch bei Niedertemperatur gegart sei und innen glasig serviert wird.... Was für eine Frage!? Aber wir bekamen mit, dass es tatsächlich Leute gibt, die den Fisch im Backofen nachgaren lassen wollten... Welch Frevel!!! Der Saibling war einfach himmlisch zart und aromatisch!!! Perfekt!

Étouffée-Taube / Aprikose / Chiccorée / Bulgur (30,50 €) -> ich hätte mir das aus Tierschutzgründen nie bestellt, schreibe auch hier nicht, was es damit auf sich hat, der Interessierte möge es bitte selber googlen..., mein Gegenüber steht auf Täubchen und da es so oft nicht auf hiesigen Karten angeboten wird, mußte er es einfach nehmen, er war begeistert...

Desserts:

Mandel-Brownie / Valrhona Schokolade / Passionsfrucht / Weißes Schokoladeneis (11,- €) -> leider wurde diese Speise zum Schluß hin immer mehr im Mund, sie war mir einfach zu süß, auch wenn anscheinend mit etwas Salz nachgeholfen wurde, um die zu kräftige Süße etwas herauszunehmen..., ich würde mir das Dessert so nicht noch einmal bestellen

kleine Auswahl an Rohmilchkäse vom Maitre Affineur Waltmann (12,- €) -> für den Preis ein -Entschuldigung!- unangemessener "Fliegenschiss" an Käse, leider auch nicht kräftig genug, man wurde nicht gefragt, welche Art von Käse (kräftig oder mild) man bevorzugt, der von der Sommeliére empfohlene restsüsse Wein paßte somit leider nicht wirklich

Aus der Weinkarte hatten wir uns verlockend klingende Weine ausgesucht, liessen uns aber von der ausgezeichneten Sommelière Melanie Panitzke überzeugen, dass diese nicht so gut mit den bestellten Gerichten harmonieren. Dennoch wurde uns angeboten, sie zu probieren, was wir an diesem Abend rege nutzten, um wieder einmal mehr festzustellen, dass die Weine hier wirklich von hervorragender Qualität sind.

Wir tranken und probierten Folgendes:

Sekt mit Weinbergspfirsichlikör als Aperetif, Riesling Großes Gewächs vom Weingut Kühling-Gillot aus Rheinhessen (zum Tartar gewöhnungsbedürftig, wurde von der Sommeliére empfohlen, schmeckte sherryähnlich), Riesling Spätlese vom Weingut Heinz Schmitt von der Mosel (selbst ausgesucht und von der Sommelière als passend zur Gelbschwanzmakrele befunden), Cuvée aus Macabeu & Grenache blanc "La Tour de Schistes" von der Domaine Rière-Cadène aus dem Perpignan-Roussillon (den hatten wir uns selbst ausgesucht und dieser Wein ist einfach traumhaft! Eine schöne Einstimmung auf unseren Urlaub dieses Jahr...:-), den haben wir dann einfach mal so zwischendurch getrunken, da kein passendes Gericht in Sicht war;-)...), Weißburgunder aus Baden (zum Saibling), Pannobile vom Weingut Heinrich (zur Taube), Bourgogne Blanc von der Domaine Jean-Marc Boillot aus dem Pommard-Burgund (auch selbst ausgesucht, Probierschluck, paßte allerdings tatsächlich nicht zum Käse, dazu wurde es dann doch ein anderes restsüsses Glas Weißwein, die Riesling-Auslese vom Weingut Becker-Steinhauer von der Mosel...), Muscat de Rivesaltes von der Domaine Parcé Frères aus dem Roussillon (selbst ausgesucht und einfach nur traumhaft zum Dessert oder auch so.....yummmiehhh!:-)... Und natürlich eine Flasche Wasser:-)

Unser Fazit:

Wie man den ausschweifigen Schilderungen unseres Konsums entnehmen kann, wurde dieser Abend leider auch nicht ganz kostengünstig. Alles war uns auch den Preis ehrlicherweise nicht wert. Aber im Grunde kann man hier schon einen netten Schlemmerabend verbringen... Wir suchen aber weiterhin nach einem netten Sponsor;-)...

 

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So schnell kann´s gehen... Kaum eröffnet mit dem Namen "Georgi - Wein am Rhein" ist wenige Monate später nur noch "Wein am Rhein" übriggeblieben. Sebastian Georgi, der ehemalige Chefsommelier bei Dieter Müller im Schloss Lerbach und ursprüngliche Namensgeber, hat sich aus diesem Gastrobetrieb verabschiedet.

Das Ambiente (u.a. stylische rote Plastikdrehstühle und riesige Wandtteppiche, die Weinbergen nachempfunden sind) ist geblieben, ebenso wie die Mitstreiter: Veronika Bauer als Serviceleitung, Philipp Schneider in der Küche und Werner Bouhs.

Wir waren abends zu sechst dort und wurden sehr zuvorkommend bedient. Die Karte ist klein aber fein -Fleisch und Fisch wird zu gleichen Anteilen in sehr ansprechender Weise präsentiert. Die Küche bewies auch für Vegetarier größte Flexibiliät, indem sogar ein vegetarisches Zusatzgericht angeboten wurde, welches nicht auf der Karte stand. 

Trotzdem ein Essen falsch aufgenommen und geliefert wurde, waren wir sehr angetan von der Qualität und Umsetzung des Essens. Hier stach vorallem der perfekt glasig gebratene und im Munde zergehende Saibling heraus, der mit großer Mehrheit als Hauptgericht ausgesucht worden war. Auch die Weinempfehlungen waren durch die Bank weg sehr gut und süffig, sodass sie dem Namen der Lokalität alle Ehre erwiesen haben.

Sehr professionell wurde mit der Fehllieferung des einen Essens umgegangen: die richtige Bestellung wurde kurzerhand direkt an die Küche weitergegeben und während der Wartezeit konnte das falsche Gericht ebenfalls -auf Kosten des Hauses!- verspeist werden. 

Einzig und allein der doch recht hohe Preis für das Essen am Abend läßt uns nicht ganz so in Jubelstürme versinken und somit etwas zaghafter mit dem Ausspruch "wir kommen wieder" umgehen...

Ja - wenn mal wieder etwas Geld auf dem Konto übrig ist;-)...

Ansonsten bleibt uns ja noch der recht günstige Mittagstisch: 12,80 € für ein jeden Tag wechselndes, frisches 2-gängiges Menü (montags bis freitags, 12-14.30 Uhr).

 

Johannisstr. 64

50668 Köln (Kunibertsviertel)

Telefon 0221 / 91 24 88 85

http://www.weinamrhein.eu/  Die Online-Reservierung über die Homepage funktioniert gut!

e-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Öffnungszeiten:

Di - Sa 18-22 Uhr

Di - Fr 12-14 Uhr

Ruhetage So, Mo

 

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