La Galette

Galetterie und Creperie auf bretonische Art in nettem Ambiente. Hier fühlt man sich durch die gekälkten Wände und das dunkle Holz an Frankreich erinnert. Schöne Fotographien aus der Bretagne auf der Empore vervollständigen dieses Gefühl.

Galettes sind leckere hauchdünne Buchweizencrepes, die meist herzhaft belegt sind und dies wirklich besonders gut im La Galette - eine echte Alternative zu anderen Creperien. Auf der Tageskarte wechseln stets die Specials wie beispielsweise der Galette mit frischem rosagebratenem Thunfisch und Spinat oder mit Racquelette, Zwiebeln und Salat oder mit Spiegelei und Käse (mit oder ohne Speck). Auch kann man -wie die Bretonen es laut Inhaberin machen- ein ganzes 3 Gänge-Menü mit Galettes und Crepes (2 herzhafte, ein süßes) zu einem Spezialpreis wählen oder sich selbst zusammenstellen. Wir stellen uns gerne ein Galette mit Emmentaler, Champignons in Cidre und gedünsteten Zwiebeln oder mit Tomatenconfit zusammen. Vielleicht danach noch einen althergebrachten Crepe mit Ahornsirup, Vanilleeis und karamellisierten Nüssen -einfach himmlisch! Es ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Auch mehrere leckere Cidre (trocken und halbtrocken, 1 trockenen Bio-Cidre) gibt es hier glas- und flaschenweise. Wenn man eine Flasche bestellt, erhält man gleich die typisch bretonischen Keramiktassen mitgeliefert. Im Frühling und Sommer gibt es auch eine hausgemachte, erfrischende Cidrebowle. Auch die französischen Weine aus allen Regionen Frankreichs gibt es glas- und flaschenweise und sie sind recht gut und preisgünstig (Flaschenpreise um die 12-15 Euro). Natürlich gibt es auch bretonisches Bier und andere bretonische Getränke.

Die sympathische Besitzerin ist mit einem Franzosen liiert, der auch sehr gut kochen kann. Man fühlt sich hier gleich sehr wohl - und ein kleines bißchen wie im Urlaub in der Bretagne. Und das zu angenehm günstigen Preisen. Das hat in dieser Ecke des Vringsveedels wirklich noch gefehlt und ist mittlerweile auch leider kein Geheimtipp mehr!

Neuigkeiten 2012:

Angela Hickisch hat leider am 15.04.2012 ihren letzten Abend im La Galette gehabt. Das Segeltour-Fernweh hat sie gepackt, wie man auf ihrer Galette-Homepage immernoch lesen kann. Nach 7 tollen Jahren hat im September 2012 ihr ehemaliger Lebensgefährte Karl Geiger das Lokal übernommen, der eigentlich auch schon von Anfang an mit im Boot war und vor 7 Jahren bereits beim Aufbau "seines Babys" geholfen hatte. Das Lokal heißt nun nach wie vor "La Galette" mit den Zusätzen "Brasserie" und "Petite Creperie Bretonne".

Karl Geiger ist Koch aus Leidenschaft und hat nach Stationen im Chlodwigeck und der Speisekammer (ebenfalls in der Südstadt) hier im "La Galette" ein etwas anderes Gastro-"Konzept" (wenn man es so nennen kann...;-) einziehen lassen.

Galettes und Crepes sind aber nach wie vor in etwas kleinerer Auswahl im Angebot wie z.B. ein kleines Galette mit geriebenem Ziegenkäse, Wachtelei und Wildschweinschinken für 6,90 € oder ein süßer Crepe mit Cidreäpfeln und Schokocaramellsauce. Auch wird ein Mittagstisch angeboten. Abends gibt es typische Brasserie-Gerichte aus der französischen Landküche, die in regelmäßigen Abständen wechseln. Karl Geiger betont, dass er sein Wildbrett von einem guten Bekannten aus der Südeifel bezieht und es daher tagesformabhängig ist, ob er es anbieten kann oder nicht. Das zeugt von Frische und Nachhaltigkeit. Überhaupt macht der neue Chef den Eindruck, als ob ihm sehr wichtig ist, dass er seinen Gästen gute Qualität zu einem vernünftigen Preis anbieten kann.

Die Pâté de campagne mit Preiselbeersenf für 6,90€ war ein guter Starter, den wir uns geteilt haben. Vorweg gab es Baguette und eine leichte Knoblauchcréme aufs Haus. Die ganze Wachtel mit Schinken umwickelt und mit Farce und Leber gefüllt mit Wurzelgemüse serviert (12,50 €) hätte etwas würziger und feiner abgeschmeckt sein können, war aber alles in allem ganz gut. Das Merlufilet mit Kartoffelkruste auf Fenchel-Möhren-Gemüse in Orangensauce (16,90€) war sehr schmackhaft.

(Kleiner "Exkurs": dass es sich beim Merlufilet um einen Fisch handelte, war mir klar. Der Name Merlu war mir nur nicht geläufig. Ich kannte Merlan als Fisch. Heute bin ich am Le Moissonnier vorbeigekommen - natürlich nicht, ohne einen Blick auf die Speisekarte zu werfen...:-)- und da stand das Merlufilet ebenfalls drauf mit folgender deutscher Übersetzung: Seehecht.... Na klar, ich erinnere mich, dass ich auf Gomera auch schon mal "merluza" gegessen habe.... Merluzzo heißt der Seehecht auf italienisch.)

Die probierten Weißweine - ein französischer Sauvignon und ein elsässischer Riesling (sehr lecker, im Gegensatz zum deutschen Rieling säurearm und erdig im Geschmack) mundeten mir sehr gut.

Die Gesamtrechnung belief sich auf 50,40€  ohne Trinkgeld (O-Ton Herr Geiger: "also 50,-€").

Was den Laden definitv ausmacht ist der ganz eigene kauzige Charme des Gastwirts. Alles wirkt hier etwas improvisiert aber liebenswert.

Wir mögen das, kommen aber wahrscheinlich erst im Sommer wieder, weil im Winter die Räumlichkeiten doch leider sehr kalt sind...

 

Karl-Berbuer-Platz 7

50678 Köln-Südstadt

Telefon: 0221-8016774

www.brasserielagalette.de

Öffnungszeiten:

Mo. bis Sa. ab 18Uhr + Mittagstisch Mo. bis Fr. zwischen 11.30 und 15Uhr

So. Ruhetag

Telefon: 01520 / 5916110

 

 

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